Vita

Han­na Her­furt­ner wur­de in Mün­chen gebo­ren. Zunächst stu­dier­te sie Thea­ter­wis­sen­schaft und Kunst­ge­schich­te an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen, wech­sel­te dann zum Gesangs­stu­di­um an die Musik­hoch­schu­le Stutt­gart und dar­auf­fol­gend an die Uni­ver­si­tät der Küns­te Ber­lin. Sie stu­dier­te bei Prof. Julie Kauf­mann, spä­ter dann bei John Nor­ris und Maria Jani­na Hake.

Heu­te ist die jun­ge Sopra­nis­tin eine ver­sier­te Inter­pre­tin beson­ders im Bereich der Alten und Neu­en Musik. Sie sang bei den Salz­bur­ger und Bre­gen­zer Fest­spie­len, an der Staats­oper Ber­lin, der Oper Köln, der Oper Frank­furt und bei den Opern­fest­spie­len in Mün­chen. Für 2020 war ihr Debüt bei den Hän­del­fest­spie­len Göt­tin­gen geplant, sowie die Urauf­füh­rung der Oper “Wind” von Alex­an­der Moos­brug­ger bei den Bre­gen­zer Fest­spie­len. Bei­de Pro­duk­tio­nen wur­den auf 2021 ver­scho­ben. Zu Beginn des Jah­res 2021 kehrt sie als Pinoc­chio in Lucia Ron­chet­tis gleich­na­mi­ger Monooper an die Ber­li­ner Staats­oper zurück.

Han­na Her­furt­ner ist Preis­trä­ge­rin des Pie­tro-Anto­nio Ces­ti-Wett­be­werbs für Barock­oper der Inns­bru­cker Fest­wo­chen für Alte Musik 2010 sowie des Son­der­prei­ses Reso­nan­zen des Kon­zert­hau­ses Wien, wo sie seit­her regel­mä­ßig zu Gast ist, zuletzt mit Con­cer­to Melante.

2012 und 2013 war sie Sin­ger in Resi­dence beim Fes­ti­val für Alte Musik Tri­go­na­le, wo sie unter ande­rem mit Barock­so­lis­ten und dem Ensem­ble Siroc­co, Fran­co Pavan und Alfre­do Ber­nar­di­ni auftrat.

Zahl­rei­che CD-Ein­spie­lun­gen mit der Köl­ner Aka­de­mie, dem Wie­ner Bach Cons­ort und dem Staats-und Dom­chor Ber­lin bele­gen die Band­brei­te ihres Repertoires.

Ihre rege Kon­zert­tä­tig­keit umfasst ein brei­tes Ora­to­rien­re­per­toire mit Wer­ken von Mon­te­ver­di, Bach und Hän­del bis zu Men­dels­sohn, Brahms und Hon­eg­ger und führt sie durch ganz Euro­pa, unter ande­rem an das Thea­ter an der Wien, das Kon­zert­haus Ber­lin, zu den Fest­spie­len Meck­len­burg-Vor­pom­mern sowie an die Oper Oslo. Eine enge Zusam­men­ar­beit ver­bin­det sie mit Wolf­gang Katsch­ner und der Laut­ten Com­pa­gney Ber­lin. Gemein­sa­me Enga­ge­ments führ­ten sie zu den Fes­ti­vi­ties of Ear­ly Music, Prag, Rhein­Vo­kal sowie zum Mozart­fest in Würz­burg. Im Früh­jahr 2018 debü­tier­te sie bei den Hän­del­fest­spie­len Hal­le in der weib­li­chen Haupt­rol­le der Clio in Hän­dels „Par­nas­so in Fes­ta“ in der Regie von Sig­rid t´Hooft, der Spe­zia­lis­tin für baro­cke Ges­tik. In der dar­auf­fol­gen­den Sai­son sang sie dort Mor­ga­na in Hän­dels „Alci­na“, außer­dem Almirena in „Rinal­do“ und Ari­an­na in „Il Giu­s­ti­no“ auf einer Tour­nee durch Süd­deutsch­land und die Schweiz. Zudem ist sie regel­mä­ßig zu Gast im Lounge-For­mat der Laut­ten Com­pa­gney live im Thea­ter im Del­phi Ber­lin, und in den letz­ten Mona­ten auch online.

Im Som­mer 2009 debü­tier­te sie bei der Ruhr­tri­en­na­le als nack­te Jung­frau in Moses und Aron von Arnold Schön­berg in der Regie von Wil­li Decker.  Im dar­auf­fol­gen­den Jahr gab sie die Titel­par­tie in der Urauf­füh­rung von Hans Wer­ner Hen­zes letz­ter Oper „Gise­la“.

Sie sang bei den Salz­bur­ger und Bre­gen­zer Fest­spie­len, an der Staats­oper Ber­lin, der Oper Köln, der Oper Frank­furt und der Neder­land­se Reis­ope­ra. 2012 war sie für kur­ze Zeit Ensem­ble­mit­glied der Oper Kiel, wo sie unter ande­rem Olym­pia in „Les Con­tes d´Hoffmann“ und Fra­ar­te in Hän­dels „Rad­amis­to“ sang. Sie war an zahl­rei­chen Urauf­füh­run­gen betei­ligt – bei­spiels­wei­se 2016 bei den Opern­fest­spie­len in Mün­chen in „Mau­er­schau“ von Hau­ke Ber­hei­de, in Klaus Ospalds „Unge­fro­ren ist die Erde“ mit dem Sin­fo­nie­or­ches­ter Coburg sowie 2017 bei der Eröff­nungs­pre­mie­re der Schwet­zin­ger Fest­spie­le in Annet­te Schlünz‘ „Tre Vol­ti“. 2016 debü­tier­te sie im Natio­na­len Musik­fo­rum Bres­lau mit Lige­tis „Mys­te­ries of the Macab­re“. Zuletzt war sie bei den Barock­ta­gen der Ber­li­ner Staats­oper in „A Mon­te­ver­di Pro­ject“ zu erleben.

Für 2020 war ihr Debüt bei den Hän­del­fest­spie­len Göt­tin­gen geplant, sowie die Urauf­füh­rung der Oper „Wind“ von Alex­an­der Moos­brug­ger bei den Bre­gen­zer Fest­spie­len. Bei­de Pro­duk­tio­nen wur­den auf 2021 verschoben.

Zu Beginn des Jah­res 2021 kehrt sie als Pinoc­chio in Lucia Ron­chet­tis gleich­na­mi­ger Monooper an die Ber­li­ner Staats­oper zurück.

Auch der Lied­ge­sang liegt ihr sehr am Her­zen. Wesent­li­che Impul­se dar­in erhielt sie von Axel Bau­ni und Eric Schnei­der. Im Herbst 2009 gewann sie mit dem Pia­nis­ten Ste­fan Paul beim Pau­la-Salo­mon-Lind­berg- Wett­be­werb in Ber­lin den 1. Preis. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren war Han­na Her­furt­ner mit ver­schie­de­nen Pro­gram­men unter ande­rem beim Hei­del­ber­ger Früh­ling, dem Cobur­ger Musik­ver­ein und im Kon­zert­haus Wien zu Gast. Im August 2012 gab sie zusam­men mit Jona­than Ware das „Ita­lie­ni­sche Lie­der­buch“ von Hugo Wolf beim Rhein­gau Musik­fes­ti­val. Mit dem Jazz­gi­tar­ris­ten Max Frankl hat sie ein Duo, das in dem Pro­gramm THE DOWLAND REALBOOK Neu­in­ter­pre­ta­tio­nen von Lie­dern John Dow­lands mit zeit­ge­nös­si­scher Lyrik verbindet.

Sie ist außer­dem Mit­be­grün­de­rin und künst­le­ri­sche Lei­te­rin des Vokal­ensem­bles THE PRESENT, das sich auf die Ver­schrän­kung von Alter und Neu­er Musik spe­zia­li­siert hat. Es wird im Rah­men des Reload.Stipendiums von der Kul­tur­stif­tung des Bun­des geför­dert. 2021 sind THE PRESENT Artists in Resi­dence beim Zen­trum für Alte Musik Köln.